Mein Lesetipp: Schlafen werden wir später

Buch Schlafen werden wir später von Zusuzsa Bank

Márta und Johanna sind seit unzähligen Jahren befreundet, leben mittlerweile aber viele Kilometer voneinander entfernt: Johanna ist Lehrerin im Schwarzwald, Márta wohnt als Schriftstellerin mit ihren drei Kindern in Frankfurt am Main. Über die Entfernung hinweg schreiben sie sich E-Mails, berichten einander von ihren schlaflosen Nächten, sommerlichen Glücksmomenten, Alltags- und Lebensproblemen und den Menschen, die sie lieben. Johanna hat eine schwere Krankheit überstanden, eine langjährige Beziehung beendet und schreibt zwischen Schwarzwald-Tannen ihre Doktorarbeit; Márta kämpft in ihrem Alltag aus Geldverdienen und Kinder-Versorgen um die Zeit, ihren Erzählungs-Band fertig zu schreiben. An vielem zweifeln sie, an Beziehungen, Berufsentscheidungen, Lebensorten; lediglich eines ist über jeden Zweifel erhaben: ihre Freundschaft, die den beiden durch „sehr, sehr dunkle Winter“ hilft und schwerelose Stunden bei Milchkaffee und Schnaps auf Küchenbänken schenkt.

Zusza Bánk schreibt so eindrucksvoll und bildlich, dass man beinahe den Eindruck hat, mit Johanna durch den Schwarzwald zu radeln, mit Márta auf Lesereise zu gehen und mit den beiden auf der Küchenbank zu sitzen. Ein Buch, für das man selbst gerne das Schlafen auf ein wenig später verschiebt.

© Stadtbibliothek ErlangenDiesen Titel gibt es auch als Hörbuch.

 

 

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Katharina

„There is no cloud, just other peoples' computers“ steht auf dem Sticker, den ich eigentlich wegen seiner hübschen Wolken-Form auf meinen Laptop geklebt habe – der mich aber dazu gebracht hat, über unterschiedliche Perspektiven auf den digitalen Wandel nachzudenken. Nach einem famosen Jahr in der Stadtbibliothek Erlangen arbeite ich deswegen als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Erlangen-Nürnberg, um zu Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung zu forschen. Zum Glück darf ich hier im Blog als Gastautorin immer noch von meinen unzähligen Leidenschaften berichten – von fremdsprachigen Romanen bis zu Musik und Filmen mit Hang zum Absurden. #digitaleselbstverteidigung #digitalerwandel #medienkompetenz #stilllovinfeminism

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