Digitale Bibliotheken: ein kleines Best of

Books on Table / Aalto, Ilmari (Quelle: Europeana)

Stell dir eine Bibliothek vor, die nie geschlossen hat – und die du bequem von zu Hause aus besuchen kannst, kostenfrei. Klingt gut? Dann sind Digitale Bibliotheken genau das Richtige für dich! Hier kannst du vom eigenen Rechner, Tablet oder Smartphone aus bequem auf Digitalisate aus Kunst, Literatur und Geschichte zugreifen. Unsere Lieblings-Bibliotheken im Netz stellen wir dir heute vor:

Europeana: die Allround-Bibliothek zu Geschichte, Kunst und Kultur Europas

Europeana

Von Musikinstrumenten über Feldpost aus dem 1. Weltkrieg bis zur Jugendstil-Architektur: Das Portal Europeana bietet Zugang zu Digitalisaten aus unzähligen Museen, Bibliotheken und Archiven in ganz Europa. Insgesamt hast du hier Zugriff auf mehr als 50 Millionen Objekte – neben Bildern und Texten auch Videos, Audio-Aufnahmen und GIFs. Damit du auch das findest, was dich interessiert, bietet das Portal übersichtliche Such- und Filterfunktionen.

Besonders empfehlenswert sind die Digitalen Ausstellungen der Europeana, die Informationen und Objekte zu einem bestimmten Thema kuratiert zusammenfassen, beispielsweise zu Gesichtern Europas oder zu People on the Move. Zu den Bereichen Kunst, Mode, Musik, Fotografie und Erstem Weltkrieg findest du darüber hinaus eigene Themensammlungen.

Für Fotografie-Interessierte: Die Deutsche Fotothek

Deutsche Fotothek

Wenn es vor allem Fotografie ist, die dich interessiert, dann empfehlen wir dir die Deutsche Fotothek: Hier findest du neben Fotosammlungen zu Themen wie Arbeiterfotografie, Möbeldesign oder experimenteller Fotografie auch ein Archiv deutscher Fotograf*innen.

Klassiker im Netz kostenfrei lesen: Open Library und Zeno.org

Open Library

Auch Literatur-Interessierte können im Internet fündig werden: So hat sich zum Beispiel die Open Library zum Ziel gemacht, alle bislang veröffentlichten Bücher zu verzeichnen und kostenfrei bereitzustellen. Auch wenn sie dieses Ziel noch nicht ganz erreicht hat – insgesamt bietet sie schon eine Million Bücher im Volltext, darunter Kochbücher, Fantasy-Romane, Biographien und wissenschaftliche Literatur. Du kannst entscheiden, ob du das Buch direkt im Browser lesen möchtest oder als PDF beziehungsweise epub herunterlädst. Einziger Wehmutstropfen: Die meisten Bücher sind in englischer Sprache. Gemeinfreie Bücher (also Bücher, deren Autor*innen schon vor über 70 Jahren gestorben sind) in deutscher Sprache findest du zum Beispiel auf der Plattform Zeno.org.

… und viele mehr!

Du bist in den hier vorgestellten Digitalen Bibliotheken noch nicht fündig geworden? Es gibt noch zahlreiche weitere, zum Beispiel die Digitalen Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek, Perseus zu Themen der griechischen und römischen Antike oder das University of Chicago Photographic Archive. Auch Google Books kann man zu den Digitalen Bibliotheken zählen – anders als die hier vorgestellten Angebote ist diese jedoch kommerziell und nicht komplett kostenfrei nutzbar.

Kannst du eine Digitale Bibliothek empfehlen, die hier nicht vorgestellt wurde? Immer in die Kommentare damit!

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Katharina

„There is no cloud, just other peoples' computers“ steht auf dem Sticker, den ich eigentlich wegen seiner hübschen Wolken-Form auf meinen Laptop geklebt habe – der mich aber dazu gebracht hat, über unterschiedliche Perspektiven auf den digitalen Wandel nachzudenken. Nach einem famosen Jahr in der Stadtbibliothek Erlangen arbeite ich deswegen als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Erlangen-Nürnberg, um zu Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung zu forschen. Zum Glück darf ich hier im Blog als Gastautorin immer noch von meinen unzähligen Leidenschaften berichten – von fremdsprachigen Romanen bis zu Musik und Filmen mit Hang zum Absurden. #digitaleselbstverteidigung #digitalerwandel #medienkompetenz #stilllovinfeminism

2 Kommentare zu „Digitale Bibliotheken: ein kleines Best of“

    1. Hallo Bernd, das Project Gutenberg ist tatsächlich eine tolle Digitale Bibliothek, die viele Klassiker-ebooks anbietet. Auf der Seite digitalisieren Freiwillige Bücher, deren Urheberrecht in den USA bereits abgelaufen ist. Der S.Fischer-Verlag klagte jedoch gegen die Verfügbarkeit einiger Werke, deren Urheberrecht in Deutschland erst in einigen Jahren abläuft. Das Landgericht Frankfurt gab ihm Recht, sodass die Seite von deutschen IP-Adressen nicht mehr aufgerufen werden kann. Mehr Infos dazu z.B. hier: https://netzpolitik.org/2018/projekt-gutenberg-keine-e-books-mehr-fuer-deutsche-nutzer/

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