Als Praktikantin in der Stadtbibliothek

Christiane © Stadtbibliothek Erlangen

Mein Name ist Christiane Schmidt. Ich studiere Gymnasiallehramt für die Fächer Englisch und Deutsch. Im Rahmen meines Studiums muss ich ein Praktikum absolvieren, das nichts mit Schule an sich zu tun hat, sondern mir einen Einblick in ein komplett anderes Feld bietet. Da ich schon immer gerne in die Stadtbibliothek gehe, wollte ich nun auch mal die andere Seite kennenlernen und hinter die Kulissen blicken.

Mehr als nur über die Schulter schauen

Es ist Montagvormittag, ich bin gespannt auf meinen ersten Tag als Praktikantin in der Stadtbibliothek. Als ich nach einer ausführlichen Hausführung in die Kinder- und Jugendbibliothek komme, erwartet mich erst einmal ein Gewusel von lauter Kindern, die – verkleidet als auch nicht verkleidet – am Faschingsbasteln teilnehmen. Und so lief mein erster Tag ab, ich übernahm mit mehreren anderen die Kinderbetreuung, wo wir halfen, Masken zu basteln und weitere Kunstwerke herzustellen. Auch der nächste Tag verlief ebenso abwechslungsreich, am Faschingsdienstag war Kinderschminken an der Reihe, wo einige Marienkäfer, Prinzessinnen und Katzen am Ende die Bibliothek verließen.

Alltag in der Bibliothek

Mein Tag in der Bibliothek beginnt für gewöhnlich um acht Uhr. Jetzt ist erst einmal das Zurückstellen der Bücher, die am Tag zuvor zurückgegeben wurden, dran und ein bisschen Ordnung muss in den Bücherregalen gemacht werden, bevor sich das Haus für die Besucher um 10 Uhr wappnet. Jetzt bin ich meistens, an der Seite von Bibliothekar*innen, an den Info-Theken eingeteilt, um Leser*innen bei Fragen und der Suche nach Informationen zu helfen.

Zwischendurch gibt es auch andere abwechslungsreiche Dinge zu erleben. So habe ich an einem Virtual-Reality-Aktionstag interessierten Leuten das Virtuelle Migrationsmuseum gezeigt.

Schule und Bibliothek

Den engen Kontakt zwischen den Schulen und der Bibliothek habe ich auch selber miterlebt, was mich als Lehramtsstudentin natürlich besonders interessiert. Ich konnte bei Klassenführungen für die zweiten Klassen mitmachen, ich durfte sogar eine Einführung in die Kinderbibliothek alleine durchführen. Außerdem hatte ich viel Spaß dabei, eine Rallye durch das ganze Haus, die sonst für Schulklassen gedacht ist, selber auszuprobieren und am Ende mein Feedback dazu zu geben. Einen anderen Vormittag habe ich an der Eichendorffschule verbracht, wo zusammen mit dem Theater Erlangen ein Workshop, ein sogenannter Book-Slam, mit Schülern der 7. Klassen durchgeführt wurde.

Jung und Alt in der Bibliothek

Auch sonst komme ich hier sehr viel in Kontakt mit den verschiedensten Leuten. Nicht nur mit Kindern wie beim Vorlesen von Bilderbüchern, sondern auch mit älteren Menschen habe ich hier zu tun. Im Rahmen des Digitalen Salons finden Tablet-Workshops vom SeniorenNetz Erlangen in der Bibliothek statt. Ich war dabei und half den Senior*innen beim Umgang mit ihren Geräten.

Nicht zuletzt habe ich auch viele nette Mitarbeiter*innen kennengelernt, die mir bei Fragen immer zur Seite standen und mir alles sehr gut erklärt haben. Danke!

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