Tagebuch einer FaMI-Azubine: Kapitel 1

Am 1. September 2019 habe ich meine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Stabi begonnen.

Was macht man eigentlich als FaMI? Wie läuft die Ausbildung ab? Gehört es zu meinen Aufgaben, für alle anderen Kaffee zu kochen? (Spoiler: Nein)

Für alle, die das interessiert, möchte ich meine Abenteuer in der Stabi hier festhalten und dokumentieren.

Am Anfang war das Wort

Viele Wörter, um genau zu sein. In vielen Büchern, die naturgemäß die Regale der Stabi bewohnen und zwischen denen man sich als Mitarbeiter*in einigermaßen gut orientieren können sollte.  Dass das Palais Stutterheim ein wunderschönes altes Gebäude ist, bringt auch mit sich, dass es sehr verwinkelt ist.  Natürlich muss sich eine neue Azubine am Anfang erst einmal zurechtfinden, damit man nicht auf ewig in einem Labyrinth aus Büchern verschwindet. (Wobei, das klingt gar nicht so schlecht…) Ich hatte da zugegebenermaßen einen Heimvorteil, weil ich die Stabi durch mein FSJ und mein Jahr als Aushilfskraft schon sehr gut kenne.  Die Orientierung ist also schon abgehakt, die Vorstellungsrunde mehr ein herzliches Wiedersehen.

Und dann muss ich auch schon weg. Da ich genau genommen eine Auszubildende der Stadt Erlangen bin, darf ich viele Seminare mit den anderen städtischen Azubis besuchen. In der ersten Woche sind das zum Beispiel eine EDV-Schulung, die Sicherheitseinweisung und ein Seminar zum Thema „Feedback“. Man kommt viel rum als frische FaMI- Azubine.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Zum Glück bleibt an den anderen Tagen genug Zeit, mich (wieder) mit meinem ersten Einsatzbereich vertraut zu machen: Der Kinder- und Jugendbibliothek. Bücher einstellen, ausstellen und sortieren sind tägliche Aufgaben, die zur morgendlichen Routine werden. Wenn man wie ich bei dem Anblick eines schön aufgeräumten Regals in Verzückung gerät, ist das bei weitem nicht so langweilig, wie es vielleicht klingt.

Es gibt am Anfang natürlich auch noch viele Dinge zu lernen, die nicht ganz so spannend sind. Wie führe ich eigentlich mein Berichtsheft? Wo finde ich welchen Antrag? Wie funktionieren die verschiedenen städtischen Portale? Zum Glück habe ich dafür ein ganzes Büro voller netter Menschen, denen ich rund um die Uhr Löcher in den Bauch fragen kann. Die Löcher fülle ich dann mit selbstgebackenem Kuchen, (kollegiale) Liebe geht schließlich durch den Magen.

Das waren meine ersten Wochen. Aufregend und sehr schön. Ich bin gespannt auf alles, was noch vor mir liegt und werde euch in unregelmäßigen Abständen Updates geben, je nachdem, wie viel ich zu erzählen habe. 🙂

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Julia

Nach den Stationen Praktikum, FSJ und Aushilfskraft lässt die Stabi mich einfach nicht los und ich bleibe ihr als Auszubildende treu. Für ein gutes Buch kann ich schon mal eine Nacht durchmachen. Ich schaue gerne Serien und Fußball und kann mich stundenlang über die neuesten Fantasy- und Marvel-Blockbuster unterhalten. #Büchersüchtige #Tolkienfangirl #Bastelkönigin #Musicalliebhaberin

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