Tagebuch einer FaMI-Azubine: Kapitel 3

Am 1. September 2019 habe ich meine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Stabi begonnen.

Hier berichte ich über den Alltag als FaMI-Azubine in der Stadtbibliothek Erlangen und nehme euch mit auf das Abenteuer Ausbildung.

Die Gefährten

Ganz ohne Zwerge und Zauberer bin ich Ende November zu meinem ersten Berufsschulblock nach München aufgebrochen. Für die Dauer des Blocks bin ich dort in einem Wohnheim untergebracht, zusammen in einem Zimmer mit zwei anderen FaMI-Azubinen aus der Universitätsbibliothek Regensburg. Das hat den Vorteil, dass wir die morgendliche Reise zum Schicksalsberg zur Schule gemeinsam antreten können. Die haben wir dann auch ohne Verluste (und fast ohne Umwege) gemeistert.

Die Schule ist zum Glück auch für Hobbits ohne Orientierungssinn übersichtlich genug. Die meiste Zeit verbringe ich sowieso mit meiner Klasse. Dieses Jahr gibt es sogar eine eigene Klasse nur mit FaMIs aus öffentlichen Bibliotheken. Ich finde es sehr spannend, mich mit anderen FaMIs auszutauschen, die dasselbe lernen wie ich.

Die zwei Kurse

Wir dürfen zusätzlich zu den regulären FaMI-Fächern zwei Kurse wählen. Einer davon ist uns allerdings schon vorgegeben, nämlich Literatur für Bibliothekare. Ansonsten gibt es aber eine gute Auswahl an Kursen wie Photoshop, Rhetorik, Social Media Marketing und vieles mehr. Ich habe mich dieses Jahr für InDesign entschieden und habe bisher sehr viel Spaß daran, die Zauberkunst eines professionellen Layout-Programms zu lernen.

Es ist auf jeden Fall anders als Arbeiten. Schule ist eben Schule und manche Fächer sind spannender als andere. Aber ich bin schon sehr glücklich, dass mich niemand mehr nach Integralen und Vektorprodukten fragt.

Die Rückkehr der Auszubildenden

Nach vier Wochen endete der erste Block dann kurz vor Weihnachten. Die erste Schulaufgabe ist schon geschrieben, ich habe mich an die neuen Fächer gewöhnt und unter meinen Mitschüler*innen diejenigen lokalisiert, die bereit sind, stundenlang mit mir über Herr der Ringe zu reden. Jetzt darf ich dann erstmal wieder die Stabi unsicher machen.

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Julia

Nach den Stationen Praktikum, FSJ und Aushilfskraft lässt die Stabi mich einfach nicht los und ich bleibe ihr als Auszubildende treu. Für ein gutes Buch kann ich schon mal eine Nacht durchmachen. Ich schaue gerne Serien und Fußball und kann mich stundenlang über die neuesten Fantasy- und Marvel-Blockbuster unterhalten. #Büchersüchtige #Tolkienfangirl #Bastelkönigin #Musicalliebhaberin

2 Kommentare zu „Tagebuch einer FaMI-Azubine: Kapitel 3“

  1. Ich finds super, dass es inzwischen (längst) ein Wohnheim für die Azubis gibt, zu meiner Zeit war das noch nicht so. Und ganz neidisch gugg ich, welche Kurse es da zusätzlich gibt, wow! Aber ok, als ich meine Bibl-Ass-Ausbildung gemacht habe, war Tim Berners-Lee grade erst dabei, das www zusammenzubasteln… 😉

    1. Ja das Wohnheim ist schon sehr praktisch und ich habe auch ein wirklich schönes erwischt. 🙂 Mit dem Kursangebot bin ich auch sehr glücklich und wir dürfen jedes Schuljahr einen neuen wählen.

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