Wie das Bookface laufen lernte

Bookface

Die Idee vom Bookface ist nicht mehr neu und gerade auf Instagram weit am #bookfacefriday verbreitet. Natürlich ist es jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung, sich einem neuen Buchcover zu stellen. Es macht uns jedoch jede Woche wieder unheimlich viel Spaß. Wie es dazu kam, dass wir jetzt einen Film daraus gemacht haben, haben wir Rüdiger Kunstfeld gefragt, der hauptverantwortlich unseren Instagram Account betreut.

Woher hattet ihr die Idee für den Film?

Wir haben vor ein paar Jahren schon einmal damit experimentiert, ein Bookface in ein bewegtes Bild zu integrieren, waren aber mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. Deshalb haben wir die Idee nicht weiterverfolgt. Dass wir sie wieder aufgegriffen haben, haben wir Jacco Kliesch zu verdanken. Eines seiner Konzepte für den neuen Imagefilm war, den Film auf Bookfaces aufzubauen, mit denen wir uns ja inzwischen schon einen Namen gemacht haben. Die Idee hat uns dann nicht mehr losgelassen und wir haben überlegt, wie wir das umsetzen können. Das war natürlich eine Riesenchance.

Was waren die Herausforderungen bei der Umsetzung?

Es war eine Herausforderung, alles im Vorfeld gut zu organisieren: Sicherzustellen, dass alle beteiligten Personen und die Requisiten da sind, wenn sie gebraucht werden, dass die Räume verfügbar sind und dass wir nicht nach jedem Bild einen Ortswechsel durchführen müssen, sondern möglichst effizient arbeiten.

Bei der Umsetzung war eine große Herausforderung für alle, die ein Buch oder die Kamera gehalten haben, die Hand ruhig zu halten. Das ist das Wichtigste. Auch die Models sollten sich möglichst nicht bewegen. Es sieht auf den Bildern und im Film vielleicht nicht so anspruchsvoll aus, ein Buch in die Kamera zu halten, aber es dauert eine ganze Weile, bis eine Aufnahme im Kasten ist und Perspektive und Übergänge stimmen. So lange still zu halten, ist unheimlich schwer und sehr kraftraubend.

 

Wie findet ihr die Orte für die Umsetzung?

Die Orte gibt das Buch vor. Der Sinn des Bookface ist ja,
das Bild auf dem Cover mit der Realität zu verbinden. Das heißt, wir müssen auch den Hintergrund abbilden. Bei einem einfarbigen roten Hintergrund zum Beispiel, können wir das Model einfach vor einen gleichfarbigen Vorhang stellen. Wenn es eine Parklandschaft oder Natur ist, gehen wir gerne in den Schlossgarten. Der bisher exklusivste Ort für uns war der Turm der Hugenottenkirche für das Sherlock-Bookface. Das war natürlich auch sehr schön mit der Erlanger Skyline.

 

Gibt es sehr viele Unterschiede zwischen dem ursprünglichen Bookface und der Filmsequenz?

Der Unterschied ist nicht sehr groß. Es ist natürlich deutlich schwieriger, eine Filmsequenz zu erstellen, weil da nicht der eine perfekte Moment reicht, in dem man das Foto macht. Dieser Moment muss einfach länger gehalten werden, um ihn szenisch umzusetzen. Da kann ich auch nur Jacco Kliesch meinen Respekt zollen, wie toll er das hinbekommen hat.

Inhaltlich ist es dann einfach noch ein Stück weitergedacht als beim normalen, starren Bookface. Wir wollen ja nicht nur schöne Übergänge, sondern möglichst eine Geschichte damit erzählen, indem wir entweder das Motiv oder den Titel des Buchs aufgreifen. Beim Film haben wir noch die Möglichkeit, die Geschichte durch eine Bewegung zu ergänzen. Die Kunst ist dann, noch eine Bewegung zu finden, die dazu passt und nicht konstruiert wirkt. Zum Beispiel bei „Rainer Wahnsinn“, dem Cover mit der Clownfigur, hat der Clown dann eben noch einen Schirm, der aufgeht. Es ist wirklich schön, dass wir auf das, was wir sowieso mit den Bookfaces tun, mit dem Film noch eine Schippe drauflegen konnten: Wir bringen ein Bild in die Realität und erzählen eine Geschichte.

Welches Bookface gefällt euch besonders gut? Schreibt es uns gerne.

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Rüdiger Kunstfeld

Unterwegs sein und in die Menschenmenge eintauchen. Das liebe ich, und als Leiter der Fahrbibliothek habe ich genau dazu reichlich Gelegenheit. Falls es doch mal etwas ruhiger sein soll, hilft ein gutes Buch vor dem Kamin oder ein guter Film. #geniesser #gamer #praktiker

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