Podcasts selber machen – Achtung, Aufnahme!

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Wie verwirkliche ich meinen eigenen Podcast, von der Planung über die Aufnahme bis zur Bereitstellung? Darüber berichtete Nils Pickert am 15. Juli 2020 im Digitalen Salon. Ich war dabei und fasse den Inhalt hier für euch zusammen:

Alles kann ein Podcast sein!

Podcasts erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es sind meist abonnierbare Audios, die auch offline herunterladbar sind und regelmäßig neue Folgen zu einem Thema behandeln. Das Tolle dabei: Es gibt für so gut wie alle Bereiche Podcasts, ob fürs Reisen, in Form von Interviews, Journalistischer Investigation, Kriminalfällen und vielem mehr. Das Format deckt durch seine Vielfältigkeit alle Interessensbereiche ab.

Podcasts als Geschichtenerzählen

So neu ist das Prinzip des Podcasts dabei eigentlich nicht, denn im Grunde genommen geht es um die uralte Menschheitstradition des Geschichtenerzählens. Der Fokus auf das Hören aktiviert das Kopfkino und erlaubt Parallelaktivitäten wie Aufräumen, Waschen und Kochen. Und es gibt es keine Vorurteile oder Wertungen durch Bilder, allein das Thema und die Sprache zählt.

Hauptsache, die Story stimmt

Allerdings bedeutet das auch, dass die Story gut durchdacht und überzeugend sein muss. Eine klare Struktur in Form eines Überblicks, spannender Erzählweise und einem Ausblick am Ende sind am Allerwichtigsten. Wie eine gute Geschichte braucht es eben auch hier Einleitung, Höhepunkt und einen guten Schluss.

Jeder kann podcasten

Ob ich wohl selbst auch Podcasts machen kann? Natürlich! Nils Pickert hat verschiedene Medien und Preisklassen vorgestellt, vom eigenen Smartphone über den PC bis hin zu speziellen Aufnahmegeräten: Alles kann einen Podcast aufnehmen. Mit großem und kleinem Budget ist also alles machbar. Priorität Nummer 1 sollte bei der technischen Ausstattung nur ein gutes Mikrofon sein, denn eine gute Verständlichkeit, wenig Störungen wie Wind und Knacken sowie eine angenehme Stimmlautstärke sind der Schlüssel zu einem ansprechenden Podcast.

Natürlich ist es wichtig, erst einmal auszuprobieren, wie die benutzte Technik am besten funktioniert. Übung macht auch beim Podcasten den Meister bzw. die Meisterin. Stimmt all das, kommt es nur noch auf ein spannendes Thema, ein gutes Interview und eine gute inhaltliche Struktur an, die die Zuhörer*innen überzeugt.

Produzieren und Veröffentlichen

Nils Pickert nutzt für seinen eigenen Podcast “The Joy of \TeX” die Anwendungen Ultraschall.fm und zusätzlich Auphonic. Die Veröffentlichung kann über einen kommerziellen Anbieter wie PodBean erfolgen oder auf einem eigenen Server. Das Selbst-Hosting geht recht einfach mit dem WordPress Plugin PodLove. Die meisten Podcast-Verzeichnisse binden per RSS Feed ein. Meistens ist es mit einer Anmeldung und Angabe des RSS Feeds getan (z.B. bei iTunes/Apple Podcast, fydd oder Spotify).

Ihr wollt mehr wissen?

Während des Online-Seminars hat Nils Pickert immer wieder allgemeine und spezifische Fragen beantwortet und freundlicherweise seine Folien bereitgestellt, die noch mehr Informationen bezüglich konkreter Aufnahme-Softwares, Podcast-Websites und erster Anlaufstellen enthalten.

Nils Pickert: Podcast selber machen (Vortragsfolien, PDF)

Podcasts als auditives Format für zwischendurch, zum Entspannen, zum Weiterbilden oder auch für Unterrichtssituationen eignen sich zusammenfassend super für jede Gelegenheit. Ich persönlich habe gerade durch den preislich so geringen Aufwand Lust bekommen, das mal auszuprobieren.

Mehr Infos über Podcasts und Empfehlungen findet ihr übrigens im Beitrag Podcasts – Nischen-Perlen, neues Radio oder überschätzter Hype?.

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Aron Grabner

Als Lehramtsstudent ist es wichtig, niemals die Neugierde und den Spaß an neuen Aufgaben zu verlieren. Seit meinem Betriebspraktikum in der StaBi bin ich um viele Erfahrungen, Anregungen und Inspirationen für Examen, Referendariat und alles was danach noch folgt, bereichert. Doch bei allen Strapazen und allem Stress hilft nichts so gut beim Abschalten und Batterien tanken wie ein gutes Buch! #Fantasyfanatiker #Theatermensch #TanzdasLeben #EatReadLove

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2 Kommentare zu „Podcasts selber machen – Achtung, Aufnahme!“

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