Tagebuch einer FaMI-Azubine: Kapitel 20

Die Fassade der Landesfachstelle und die Beschriftung "Praktikumszeit".

Am 1. September 2019 habe ich meine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Stabi begonnen.
Hier berichte ich über den Alltag als FaMI-Azubine in der Stadtbibliothek Erlangen und nehme euch mit auf das Abenteuer Ausbildung. Es ist Praktikumszeit! Eigentlich finden die meisten Praktika im 2. Lehrjahr statt, sie wurden aber aufgrund der Pandemie immer wieder verschoben und können jetzt endlich nachgeholt werden. Im Oktober waren das zwei Stück:

Wenn‘s ums Geld geht: Stadtkasse

Ich habe eine Woche lang einen Einblick in die Stadtkasse bekommen und einige Erkenntnisse mitgenommen:

  1. Man muss wirklich sehr gerne mit Zahlen arbeiten, wenn man dort arbeiten möchte.
  2. Ich arbeite nicht sehr gerne mit Zahlen.
  3. Das Klischee der strengen Buchhalterin ist genauso veraltet wie das der strengen Bibliothekarin. Natürlich muss man in der Stadtkasse sehr genau arbeiten, aber alle Mitarbeiter*innen sind sehr nett und hilfsbereit, gerade gegenüber einer FaMI-Azubine, die mit Buchhaltung und Rechnungswesen so gar nichts am Hut hat.

Es war auch schön, mal mitzubekommen, wo die Rechnungen für meine Spiele landen, wenn ich sie an die Verwaltung weitergegeben habe.

Einen Tag lang war ich beim Forderungsmanagement, bei den Menschen, die sich mit Schuldner*innen der Stadt Erlangen beschäftigen. Wenn auf die erneute schriftliche Zahlungsaufforderung des Innendiensts nicht reagiert wird, besucht der Außendienst die Menschen und versucht, den Sachverhalt zu klären. Den durfte ich nachmittags begleiten und es war ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Der Kollege im Außendienst ist die Personifikation von Deeskalation und geht mit allen Schuldner*innen respektvoll und höflich um. Ich habe mich kein einziges Mal unwohl gefühlt. Also: Wer der Stadt Geld schuldet, sollte es möglichst bald bezahlen, oder Kontakt zur Stadtkasse aufnehmen. Ignorieren bringt nichts und die Menschen dort sind wirklich freundlich und hilfsbereit.

Wenn‘s um Bibliotheken geht: Landesfachstelle

Außerdem war ich für zwei Tage in der Landesfachstelle für das Öffentliche Bibliothekswesen, zusammen mit meinen Mitschülerinnen, mit denen ich auch schon im Großstadtpraktikum war.

Ein Schild mit der Aufschrift "Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen, Außenstelle Nürnberg"Die Landesfachstelle berät und fördert Bibliotheken in Bayern, vergibt Zuschüsse und veranstaltet Fortbildungen. Sie ist also quasi der Ansprechpartner für alles, was Bibliotheken auf dem Herzen liegt. Entsprechend viele verschiedene Themenbereiche wurden uns vorgestellt: von Schulbibliotheken über Leseförderung und Medienbildung bis hin zu Bibliothekseinrichtungen, haben wir sehr viel Input bekommen. Pandemiebedingt konnten wir keine Bibliotheken besuchen, aber über die Website der BSB kann man einen Einblick in viele neu eingerichtete Bibliotheken bekommen. Sowas liebe ich persönlich ja immer sehr.

Es waren zwei sehr interessante, sehr unterschiedliche Praktika, aus denen ich einige Erkenntnisse mitnehmen konnte. Jetzt fehlen mir nur noch zwei Praktika, die ich auch noch dieses Jahr absolvieren werde: eines im Standesamt und eines in einer Kleinstadtbibliothek. Ich bin schon gespannt!

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Julia

Nach den Stationen Praktikum, FSJ und Aushilfskraft lässt die Stabi mich einfach nicht los und ich bleibe ihr als Auszubildende treu. Für ein gutes Buch kann ich schon mal eine Nacht durchmachen. Ich schaue gerne Serien und Fußball und kann mich stundenlang über die neuesten Fantasy- und Marvel-Blockbuster unterhalten. #Büchersüchtige #Tolkienfangirl #Bastelkönigin #Musicalliebhaberin

2 Kommentare zu „Tagebuch einer FaMI-Azubine: Kapitel 20“

  1. Liebe Julia, Deine Blogbeiträge sind alle echt toll geschrieben. Ich wünsch Dir auf jedenfall noch viel Spass bei deinen weiteren Praktikas.

    Dein Lieblingsbücherbusfahrer !?!?!?!?

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