Mein Comic-Tipp: Girlsplaining

Ein Deoroller, ein zerbrochener Rasierer, Binden und das Buch Girlsplaining von Katja Klengel

„Manchmal stellte ich mir vor, ich hätte einen Autounfall. Das Schlimme jedoch war nicht mein eigener Tod. Viel furchteinflößender war der Gedanke, man könnte mich mit unrasierten Beinen finden.“

Worum geht es?

Körperbehaarung, Menstruation, Gebärdruck. Das sind nur einige Themen, die mit Scham, Tabuisierung und gesellschaftlicher Erwartungshaltung verbunden sind. Warum eigentlich? Pointiert und persönlich setzt sich Katja Klengel in ihrem Comic Girlsplaining damit auseinander. Die autobiographisch gefärbten Kapitel beleuchten vordergründig ein persönliches Problem, hinter dem aber eigentlich ein strukturelles Problem steckt.

Warum ich diesen Comic empfehle?

Mir gefällt, dass dieser Comic sich mit vermeintlichen „Tabu-Themen“ auseinandersetzt und dabei humorvoll bleibt. Katja Klengel legt gekonnt den Finger auf wunde Punkte, ohne dabei belehrend oder mahnend zu wirken. Mehr als einmal habe ich gedacht „Das ging mir genauso!“ Girlsplaining ist wie eine gute Unterhaltung mit Freund*innen, bei der ich mich verstanden fühle.

Dass der Comic außerdem viele Anspielungen und Vergleiche aus der Popkultur enthält, ist für mich noch ein weiteres Plus.

Und jetzt lesen!

© Stadtbibliothek Erlangen

 

 

 

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Sarah D. Thoma

In der Stabi Erlangen sind die anderen Sprachen mein Metier, egal ob Roman oder Sprachkurs. Außerdem dürft ihr mir an der Info jede Menge Fragen stellen - auch gerne zur Onleihe. Ansonsten schlägt mein Herz für Jugendliteratur, Comics, Kochen und Norddeutschland. #exilnördlerin #foreveryoungadult #bibliothekswesen

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