Meine liebsten Klassiker, die von Frauen geschrieben wurden

Von Frauen geschriebene Klassiker reihen sich aneinander. Die Bücher "Stolz und Vorurteil", "Jane Eyre", "Little Women", "Vernunft und Gefühl" und "Anne of Green Gables" stehen vor einem barocken Spiegel.

Klassiker? Wenn man daran denkt, dann meistens an typische alte Schinken von Männern wie Thomas Mann oder Franz Kafka. Aber es gibt auch tolle Titel, die von Frauen geschrieben wurden! Ein paar meiner Favoriten will ich euch hier vorstellen:

Jane Austen: Stolz und Vorurteil

Vorhang auf für Elisabeth Bennett: eine kluge Frau, die nicht nur einen, sondern gleich zwei Heiratsanträge geschickt ablehnt. Aber wer würde schon einen Heiratsantrag annehmen, wenn keine zwei Sätze davor die eigene Familie beleidigt worden ist? Komm schon Mr. Darcy, das kannst du besser! Schlussendlich, wie bereits im Titel beschrieben, legt Lizzy ihre Vorurteile gegenüber Mr. Darcy jedoch ab, als dieser langsam seinen Stolz ablegt. Es endet in einer der romantischsten Liebesgeschichten die die Literatur zu bieten hat. Mein absolutes Lieblingsbuch von Jane Austen und eine große Empfehlung an alle, die anfangen wollen, Klassiker zu lesen.

Louisa May Alcott: Little Women

Die Geschichte dreht sich um die vier March-Schwestern, die verschiedener nicht sein könnten und sich doch in so vielem ähneln. Da ist Meg, die Älteste, die eine Liebe für Luxus hat, was ihr immer wieder im Weg steht. Danach folgt Jo March, das Ebenbild der Autorin. Sie ist ein absoluter Freigeist und hat wie die Autorin eine Leidenschaft fürs Lesen und Schreiben. Dann gibt es natürlich noch Beth, die Sanftmütige, die Musik liebt und es liebt, auf ihren Klavier zu spielen und seit Tag 1 schon sehr zerbrechlich und immer wieder krank ist, was sie nicht davon abhält sich immer wieder um andere zu kümmern. Die letzte im Bunde ist Amy, die typische verzogene jüngere Schwester und das Gegenstück zu Jo. Die beiden Schwestern bekommen sich durch ihre starke Persönlichkeiten immer wieder in die Haare.

Alle Schwestern haben innerhalb der Geschichte eine enorme Entwicklung und von jede*r kann man zum Ende eine Moral für sich selbst mitnehmen. Ich finde es besonders toll, dass das Buch so viele feministische Zeichen setzt, was für seine Entstehungszeit ungewöhnlich ist. Allerdings heiratet Jo am Ende, was nur dem Verlegers geschuldet ist, der die Geschichte sonst nicht veröffentlicht hätte. Louisa May Alcott selbst heiratete übrigens nie und hatte auch keine eigenen Kinder.

Zu empfehlen ist übrigens auch der Film aus 2019, den ihr euch auch an der Stabi ausleihen könnt!

Lucy Maud Montgomery: Anne auf Green Gables

Die Cuthberts wollen eigentlich einen Jungen adoptieren, der ihnen bei der Arbeit auf den Hof aushelfen soll. Doch stattdessen schickt das Waisenhaus Anne Shirley: ein junges, fröhliches Mädchen voller Fantasie. Schnell schließt Matthew Cuthbert das kleine Mädchen ins Herzen und schon bald verzaubert sie mit ihrer aufregenden und herzlich verrückten Art auch seine Schwester Marilla. Eine wundervolle, fantasievolle Geschichte eines faszinierenden jungen Mädchens, das einen sofort in den Bann zieht.

Eine große Empfehlung ist auch die Serie „Anne with an E“.

Jane Austen: Vernunft und Gefühl

“Vernunft und Gefühl” ist der erste große Roman von Jane Austen. Er handelt von zwei Schwestern, Marianne und Elinor, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine ist weltoffen und extrovertiert, die andere vernünftig, zurückgezogen und ruhig. Doch auch in ihr brennt ein Feuer und der Wunsch nach wahrer Liebe. Als ihr Vater stirbt, schmeißen sich beide jungen Frauen in Romanzen, nur um schlussendlich enttäuscht zu werden. Das schweißt die beiden jedoch enger zusammen und gegen Ende der Geschichte verbindet die Schwestern ein unzertrennlicher Bund. Der Einstieg fiel mir bei diesem Buch etwas schwer, aber zum Ende hin hat es mich richtig gepackt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

Charlotte Brontë: Jane Eyre

Jane Eyre ist eine willensstarke, eigenständige Frau die als Waise aufwächst und sich im Laufe der Geschichte immer wieder gegen arrogante, anstrengende Männer durchsetzen muss. Vor allem liebe ich den Erzählstil, der fast einem Tagebuch gleicht und die Konversationen zwischen Jane und Mr. Rochester. Der Schreibstil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig und wahrscheinlich nicht für jede*n etwas. Ich kann das Buch aber auf alle Fälle empfehlen, besonders wenn man es, wie ich, an kalten Wintertagen, gemütlich eingewickelt in eine flauschige Decke liest und dazu eine Tee schlürft.

Generell kann ich allen, die gerne Klassiker lesen, nur empfehlen, sich auch mal die von Frauen geschriebenen genauer anzuschauen. Weitere tolle Autorinnen sind zum Beispiel Virgina Woolf und Agatha Christie. ❤️

Ein Foto der Beitragsverfasserin Lea.Über die Verfasserin des Blogbeitrags:

Hallo, ich bin Lea und bin FaMI-Azubine im dritten Lehrjahr an der Universitätsbibliothek Regensburg. Ich mache in der Stabi Erlangen für zwei Wochen mein Pflichtpraktikum an einer öffentlichen Bibliothek. Dadurch, dass mir Julia, meine Mitbewohnerin in München schon viel Schönes erzählt hat, wollte ich mir die Stabi selbst einmal anschauen.

 

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