Tagebuch einer FaMI-Azubine: Kapitel 24

Drei FaMIs und das Team des Wohnheims

Am 1. September 2019 habe ich meine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Stabi begonnen.
Hier berichte ich über den Alltag als FaMI-Azubine in der Stadtbibliothek Erlangen und nehme euch mit auf das Abenteuer Ausbildung. Inzwischen neigt sich mein Tagebuch dem Ende zu, die schriftliche Abschlussprüfung liegt bereits hinter mir.

It’s the final countdown

Nach fast 3 Jahren Berufsschule ging es auf die Zielgerade zu. Die letzten Schulaufgaben waren geschrieben und die Osterferien standen ganz im Zeichen der Prüfungsvorbereitung. Da ich beide Wochen frei hatte, hatte ich genug Zeit, um mich gut vorzubereiten. Danach war noch eine Woche Schule, die wir aber in Lerngruppen (und unterschiedlichen Panik-Levels) verbracht haben.

Und dann haben wir ziemlich kurzfristig erfahren, dass wir die Abschlussprüfung dezentral schreiben, also in unseren Betrieben. Mir persönlich war das sogar ganz recht, weil ich mich besser konzentrieren kann, wenn ich nicht einen Schwarm nervöser Mitschüler*innen um mich habe. Da die Prüfungsaufsicht nur von Menschen ohne bibliothekarische Ausbildung gemacht werden durfte, habe ich in den Räumlichkeiten des Personalamts geschrieben. Ein bisschen Nervosität war natürlich trotzdem dabei, aber jetzt ist es geschafft. Das Ergebnis erhalten wir wahrscheinlich erst gegen Ende Juni. Dann erfahren wir, ob wir für die mündliche Prüfung zugelassen sind.

One last time

Ein Schrank
Hinter diesem Schrank verbirgt sich nicht der Weg nach Narnia, sondern der Aufzug in die Bibliothek!

Die dezentrale Prüfung hat die Pläne von meiner Wohnheim-WG etwas durcheinandergebracht. Geplant war, dass wir nach der letzten Prüfung am Mittwoch noch zwei Tage Urlaub nehmen und im Wohnheim bleiben, um unsere gemeinsame Zeit ausklingen zu lassen. Nur waren wir am Mittwoch jetzt eben doch nicht in München. Egal! Wir sind einfach nach der Prüfung nochmal runtergefahren und haben zwei schöne gemeinsame Tage verbracht. Am Donnerstag haben die Wohnheimleitung Schwester Anna und Schwester Wiktoria sogar noch einen Ausflug für uns organisiert. Wir haben eine exklusive Führung durch die Bibliothek der Abtei St. Bonifaz bekommen. Das war zwar während unseres Urlaubs und deshalb streng genommen kein Teil der Ausbildung, aber es war einfach zu interessant, um es hier zu verschweigen. Einen Tag nach der Abschlussprüfung konnten wir so noch einmal über Aufstellungsarten, Katalogisierungsregeln und Bestandserhaltungsmaßnahmen fachsimpeln. Und das tun, was wir am liebsten tun: Bücher bewundern.

Zuhause auf Zeit

Jetzt kommen wir nur noch einmal für die mündliche Prüfung nach München und das auch nur für einen Tag. Unsere Wohnheim-Zeit ist damit vorbei. Ich hätte zu Beginn der Ausbildung nie gedacht, dass mir der Abschied so schwerfallen würde. Aber ich hatte das unglaubliche Glück, zwei absolut großartige Menschen als Mitbewohnerinnen zu haben, die ich nicht mehr missen möchte. Und Schwester Anna und Schwester Wiktoria sind einfach die coolsten Nonnen überhaupt. Mit so tollen Menschen wird aus einer Unterkunft wirklich ein Zuhause auf Zeit.

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Julia

Nach den Stationen Praktikum, FSJ und Aushilfskraft lässt die Stabi mich einfach nicht los und ich bleibe ihr als Auszubildende treu. Für ein gutes Buch kann ich schon mal eine Nacht durchmachen. Ich schaue gerne Serien und Fußball und kann mich stundenlang über die neuesten Fantasy- und Marvel-Blockbuster unterhalten. #Büchersüchtige #Tolkienfangirl #Bastelkönigin #Musicalliebhaberin

2 Kommentare zu „Tagebuch einer FaMI-Azubine: Kapitel 24“

  1. Liebe Julia,

    super, dass ihr euch nach der Prüfung die Zeit für so einen coolen Ausklang genommen habt.

    Viele Grüße
    Marlene

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