Mein Lesetipp: Der leere Platz

Roman von Marion Karausche: Der leere Platz

Dieser Roman ist die Geschichte einer Familie, deren heile Welt zusammenbricht, als der Sohn im Jugendalter plötzlich merkwürdig wird und sich abwendet. Es ist vor allem auch die Geschichte einer Mutter, die nicht mehr glücklich sein kann, weil es ihr Kind nicht ist. 

Eine deutsche vierköpfige Auswandererfamilie hat ein privilegiertes, nahezu perfektes Leben in Marokko. Bis zum Tag an dem Kai, das ältere Kind, nicht mit seinen Freunden vom Europatrip zurückkommt. Als er dann doch heimkehrt ist er nicht mehr derselbe. Sein Studium bricht er bald ab. Und verschwindet wieder. Jahre vergehen, ohne dass die Eltern wissen wo er ist und wie es ihm geht. Eine Zeit angstvollen Wartens. Dann kommt ein Anruf aus einer deutschen Klinik. Kai wurde eingeliefert. Laut den Ärzten ist er psychisch krank. Nun kann Marleen, die Mutter, für ihn da sein. Doch wie hilft man einem erwachsenen Kind, das sich immer mehr von der Welt entfremdet und oft verzweifelt und perspektivlos ist? Wie hält eine liebende Mutter diesen immerwährenden Ausnahmezustand und die Angst vor dem nächsten Zusammenbruch aus? Was macht das mit der Ehe? Mit dem Geschwisterkind? Und gibt es in der Familiengeschichte Antworten auf die Frage nach dem Warum?

Marion Karausches bewegendes Debüt muss man einfach gelesen haben. Ein wahrhaftig unter die Haut gehendes Buch, spannend bis zum letzten Moment und lange nachwirkend!

Jetzt lesen:

Marion Karausche: Der leere Platz / Kein & Aber, 2021. – 270 Seiten.

© Stadtbibliothek Erlangen

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Marlene

Als Verantwortliche für Online-Kommunikation und digitale Medien in der Erlanger Stadtbibliothek bin ich viel im Netz unterwegs. Den analogen Ausgleich finde ich beim Wandern, Reisen und in der Literatur. #Bettleserin #Couchsurferin #Wikipedianerin

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