handverlesen

Kennt ihr schon unsere “handverlesen”-Karten?

Das sind Büchertipps von Leser*innen für Leser*innen. So könnt ihr euch gegenseitig Bücher ans Herz legen und neuen Lesestoff kennenlernen. Beim Stöbern am Regal werdet ihr immer wieder neue “handverlesen”-Empfehlungen entdecken.

Lasst euch hier schon einmal von unserer “handverlesen”-Sammlung inspirieren.

Und wenn ihr selbst von einem Buch begeistert seid, dann greift doch auch einmal zu einer “handverlesen”-Karte und empfehlt es auf diese besondere Art weiter!

 

Mord ist nichts für junge Damen Robin Stevens: Mord ist nichts für junge Damen
Die Geschichte spielt so um 1933. In dem Buch geht es um Hazel und Daisy, die ein Mädcheninternat in England besuchen und da beide eine Schwäche für Detektive, Krimis und etc. haben, beschließen sie eine Detektei zu gründen. Ihre Fälle sind am Anfang nicht sehr spannend, doch eines Abends findet Hazel durch Zufall ein Fräulein (Lehrerin) tot in der Turnhalle. Als sie ihren Freunden davon berichtet und ihnen den Tatort zeigt, ist die Leiche verschwunden und da Daisy die einzige ist, die Hazel das glaubt, gehen sie auf Mörderjagd.
David Whitehouse: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
Es ist eine Geschichte mit Echo, die den Leser eine Weile begleitet, ihn bewegt und nachdenklich stimmt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es sind seltsame, eigene, chaotische, aber durch und durch liebevolle Figuren, die diese Geschichte bevölkern. Eine Geschichte, die sensible Themen anschneidet (erfolgreich), mit interessanter Erzählweise und -struktur. Eine Liebeserklärung an mein liebstes Hobby: Lesen. Wer sich durch die ersten Kapitel friemelt, hält sehr bald einen ganz besonderen Schatz in den Händen.
Wiebke Schulte
Fiona Blum: Frühling im Paris
Ein schönes, wenn auch recht simples Buch über das Leben und die Liebe. Paris dient eher als etwas klischeehafte Kulisse, dennoch ist das Buch nicht kitschig, sondern weist an manchen Stellen Tiefgang auf. Insgesamt ein kurzweiliges Buch über die heilende Kraft von Liebe und Freundschaft – perfekt für den Liegestuhl!
Iris Blauensteiner: Kopfzecke
“Kopfzecke” ist ein sehr ernster und anspruchsvoller Roman, keine Lektüre für zwischendurch. Der Stil ist sehr poetisch und somit sehr außergewöhnlich. Demenz, oder das Leben ganz allgemein, ist ein ständiger Kampf zwischen Erinnerung und Vergessenheit. Dies hat die Autorin auf sehr eindrucksvolle Art und Weise dargestellt. Lesern mit einer poetischen Ader und dem Mut, sich mit einem so ernsten Thema auseinanderzusetzen, kann ich diesen Roman nur ans Herz legen.
Wiebke Schulte
Ethan Cross: Ich bin die Nacht
Ein Psychothriller der etwas anderen Art, der mir schon so manche Albträume beschert hat und es geschafft hat, dass, bevor ich einen Raum betrete, erstmal hinter die Tür geschaut wird. Sehr detailreich und spannend, das fasst den Schreibstil von Ethan Cross gut zusammen. Die folgenden Bände sind auch sehr zu empfehlen, da dort dann mehr auf die Charaktere eingegangen wird.
Elisa Horn
Anne Tyler: Abschied für Anfänger
Obwohl dieses Buch von der Trauer um einen geliebten Menschen handelt und vom Verkraften dieses Verlusts, ist es durch die lakonische, humorvolle Sprache und den trockenen Witz der Hauptperson sehr amüsant zu lesen.
Claudia Nägel
Ulla Fröhling: Vater unser in der Hölle
Ein sehr beeindruckendes Buch, für das man “reif genug” sein muss. Es ist sehr interessant, inwiefern eine traumatische Kindheit die Psyche beeinflusst, jedoch sind manche Stellen so genau beschrieben, dass man das Buch danach kurz weg legen muss, um es sacken zu lassen. Für alle, die sich für die Thematik interessieren und dafür gewappnet fühlen. Ein sehr gutes Buch, das man nicht so schnell vergisst!
Abbas Khider: Ohrfeige
Dieser Flüchtlingsroman ist wuchtig und humorvoll. Er zeigt sehr eindrucksvoll die Verlorenheit von Karim, dem es nicht gelingt, anzukommen und dazuzugehören. Ich konnte mich gut in sein Schicksal hineinversetzen und wünsche dem Roman viele Leser.
Marlene Neumann
Daniel Clay: Die Bewohner von Drummond Square
Der Roman schlägt sozialkritische Töne an und zieht den Leser trotz der geschilderten Gewaltszenen in seinen Bann. Er schildert die Ereignisse so, dass man sich den handelnden Personen sehr nahe fühlt und atemlos bis zum Schluss weiterliest.
Claudia Nägel
Monika Feth: Der Mädchenmaler
Monika Feth schafft es auch mit diesem Buch die Leser*innen zu fesseln. Ein Psychothriller, der unter die Haut geht. Die abwechselnde Perspektive von Täter und Opfer machen es unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen! Lest es und ihr werdet begeistert sein!
Elena
Christina Dalcher: Vox
“Vox” ist ein sehr ernst(zunehmend)er Roman, der viele wichtige Themen behandelt. Der Roman hat Schwächen (die Handlung und die Protagonistin) und Stärken (die dystopischen Lebensumstände), aber er überzeugt vor allem aufgrund der Nachricht, die er transportiert: Es ist wichtig, für die Welt einzustehen, in der man leben möchte, für Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung. Am besten, bevor es zum Einsatz von Gewalt kommt.
Wiebke Schulte (Mein Lesezeichenblog)
Carlos Ruiz Zafón: Marina
Zafon überzeugt mit seiner literarisch wertvollen Schreibweise. Ein Buch, welches fesselt, einfühlsam und spannend zugleich ist.
Elena
Peter S. Beagle: In Kalabrien
Dieser Roman erzählt eine fabel- und märchenhafte Geschichte, mit vielen modernen Elementen und ist gekennzeichnet von einem altertümlichen Klang. Die Art und Weise wie Beagle über das Einhorn schreibt, ist einzigartig und atemberaubend – nicht effektheischend oder klischeebehaftet. Für alle Einhorn-Fans der alten Schule.
Wiebke Schulte
Ilmi Hazemi: Die 33. Hochzeit der Donia Nour
Was passiert wenn Islamisten die zukünftige Politik regieren? Hazem Ilmi hat eine mögliche Antwort… Kopftücher, die ihre Farbe wechseln, Halal-Werbung in den Träumen und das Sammeln von Gute-Taten-Punkten stehen hier auf dem Programm. Lesenswert … mit einem Hauch von Sci-Fi.
Dilara
Peter S. Beagle: Das letzte Einhorn & Zwei Herzen
Diese Geschichte kennt kein Alter. Genau wie das Einhorn ist diese Geschichte zeitlos. Der Schreibstil ist elegant, die Sprache hat etwas Geheimnisvolles an sich, das man in der heuti-gen Fantasy-Literatur vergeblich sucht. Das letzte Einhorn ist einfach eine Geschichte, die Herzklopfen auslöst „Zwei Herzen“ ist eine recht kurze Geschichte – knapp über 50 Seiten. Obwohl es ein kleines Vergnügen war, hat die Geschichte Spuren hinterlassen und war intensiv. Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eine fantasievolle Geschichte. Wundervoll mit echten und ehrlichen Emotionen und Figuren. Eine Fortsetzung wie sie sich gehört. Danke Peter S. Beagle, sie haben mein Herz gestohlen!
Wiebke Schulte
Andrzej Sapkowski: Das Erbe der Elfen
Band 1 der Hexer-Saga, die die Vorlage für das erfolgreiche Computerspiel WITCHER ist. Eine sorgsam ausgearbeitete Fantasywelt, große Kämpfe und ein äußerst sarkastischer Pro-tagonist – nicht nur für Fans der Spiele ein Muss!
Meg Wolitzer: Die Ehefrau
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht immer eine starke Frau. Dies gilt auch für “Die Ehefrau”, wobei stark noch untertrieben ist. Meg Wolitzer lehrt uns (Frauen) durch ihre Figur Jean, dass wir niemals unser Talent verschwenden dürfen. Mit viel Witz und unterschwelligem Humor nennt Wolitzer die Dinge beim Namen. Ein starkes Buch für starke Frauen.
Wiebke Schulte
Christoph Peters: Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln
Eine federleichte Komödie, urkomisch und amüsant, die einen aus dem trögen Alltagstrott heraushebt. Ein Roman, geeignet für jeden Japan-Fan, aber auch für Leser, die gerne auf kulturelle Entdeckungstour gehen.
Wiebke Schulte
Chris Cleave: Little Bee
Ich empfehle dieses Buch Jugendlichen ab 16 Jahren. Der Roman erzählt eine sehr berührende Geschichte von einem Mädchen, das ihren Platz in der Welt finden will. Dem Autor Chris Cleave ist für mein Empfinden damit ein außergewöhnliches Werk gelungen.
Laura
Karen Sander: Wer nicht hören will, muss sterben
Durchaus spannend, ähnlicher Handlungsstrang wie im ersten Buch, manchmal bissi ekelig, aber für den Urlaub oder Schlechtwetterzeit genau das Richtige. 3 Sterne von 5.
MH
Christoph Peters: Wir in Kahlenbeck
Scharf und tiefsinnig beschreibt Christoph Peters die gefängnisgleiche und von unterdrückter Homoerotik dampfende Atmosphäre eines katholischen Jugendinternats. Dabei gelingt es ihm, weder anzuklagen, noch zu verurteilen.
Felicitas Sieneck